Johann Nepomuk
Darstellung in der Kirche St. Johann Nepomuk Zwickau

St. Johann Nepomuk

Johannes von Nepomuk wurde um 1350 als Sohn des Johannes Welflin in Pomuk (heute Nepomuk) südlich von Pilsen in Böhmen geboren. Sehr früh verlor er seine Eltern, deshalb kam er in das Kloster Pomuk und wurde von Zisterziensermönchen erzogen.
Diese schickten den begabten Jungen zum Studium nach Prag. Dort studierte Johannes Theologie, Philosophie und kanonisches Recht. Danach arbeitete er als Notar an der erzbischöflichen Gerichtskanzlei in Prag. Im Jahr 1380 empfing er die Priesterweihe und wurde Pfarrer an der verwaisten St. Galluskirche. Es war die Kirche der deutschen Kaufleute. Die Einnahmen aus diesem Amt ermöglichten ihm nebenbei ein weiteres Studium an der Karls-Universität und später an der Universität in Padua aufzunehmen. Sein dort erworbenes Doktorat erkannte man auch in Prag an.

1389 wurde Johannes zum Generalvikar der Erzdiözese Prag ernannt. Durch seine Predigten und sein gerechtes Handeln schätzte das Volk ihn sehr.
Zu dieser Zeit regierte Wenzel IV., der 1376 zum deutschen König gewählt wurde, ein Sohn Karls IV. 1392 nahmen die politischen Spannungen zu. Auch der Prager Erzbischof Johannes von Jenzenstein geriet mit König Wenzel in Konflikt.
Dieser verteilte kirchliche Ämter und versuchte die kirchliche Macht des Erzbischofs durch ein neues Bistum im westböhmischen Kladrau zu schwächen. Dem widersetzte sich Johannes von Nepomuk energisch und stand treu zu seinem Erzbischof. Der König geriet außer sich vor Wut und drohte, er wolle den Erzbischof und seine Leute ertränken lassen. Daraufhin floh Jenzenstein mit seinen Getreuen auf eine bischöfliche Burg.

Das vom Papst speziell verkündete Jubeljahr nutzte Wenzel, um den Erzbischof nach Prag zu locken. In den Morgenstunden des 20. März 1393 kam es zum Zusammentreffen. Der König empfing den Erzbischof mit einem Schwall von Beleidigungen und ließ dessen Gefolge verhaften. Während dem Erzbischof die Flucht gelang, wurden Johannes von Nepomuk und andere Würdenträger nach einem Verhör in Anwesenheit des Königs im alten Richthaus gefangengesetzt.
Zu einem weiteren Verhör am Abend fand sich auch König Wenzel im Gefängnis ein. Er ließ die Gefangenen an den Strickgalgen hängen und ihnen die Seiten brennen. Johannes, den er am meisten hasste, ließ er nach weiteren Folterungen in Ketten legen. Die Gefolgsleute des Johannes gab er nach erfolglosem Verhör frei. Allerdings mussten sie vorher geloben, Stillschweigen über die erlittenen Folterungen zu halten und in Zukunft gegen den Erzbischof Partei zu ergreifen.

Johannes von Nepomuk erlag den schweren Folterungen. Der Herrscher, der sich dieses unbequemen Zeugens entledigen wollte, ließ seinen Körper von der Karlsbrücke in die Moldau werfen.
Drei Jahre später überführte man den Leichnam in den St. Veitsdom, wo er schon bald als Märtyrer verehrt wurde. Dort befindet sich noch heute das Grab des Heiligen. 1719 fand man bei der Öffnung des Grabes Gebein und Zunge unversehrt.
Sein Denkmal auf der Prager Karlsbrücke wurde 1693 errichtet. Diesem Beispiel folgend steht heute auf vielen Brücken eine Figur unseres Pfarrpatrons.



Nepomuk ist der Patron der Flößer, Müller, Schiffer und Brücken, der Beichtväter und aller Priester.

Patron unserer Pfarrei,
Hl. Johann Nepomuk - bitte für uns





Darstellungen des Hl. Johannes Nepomuk zeigen in mit Kreuz, Palme und Strahlenkranz.

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