Oblaten in Zwickau


Oblatenkloster Zwickau

Seit 1991 wirken und arbeiten Oblaten der makellosen Jungfrau Maria in St. Johann Nepomuk, in Zwickau und im Umland. Über 20 Oblatenpatres haben hier seither in der Seelsorge gewirkt.
Seit September 2019 hat das Oblatenkloster in Zwickau eine neue Besatzung. Pater Piotr Pasko OMI, als Rektor, und die Patres Wladyslaw Poddebniak OMI und Tadeusz Wdowczyk OMI haben P. Welscher OMI (2008-2019 Pfarrer der Gemeinde St. Johann Nepomuk) und P. Büning OMI (2014-2019 Kaplan) abgelöst.
Mit der Ablösung im Kloster haben sich auch die Aufgaben geändert. Die direkte Verantwortung für die Pfarreien St. Johann Nepomuk und Maria Königin des Friedens Kirchberg übernahm Dekan Markus Böhme als Pfarradministrator. Die Oblaten sind nun Teil des Seelsorgeteams der drei Zwickauer Pfarreien und Kirchbergs, und mit der Gründung der neuen Pfarrei im September 2020 wird sich dieser Seelsorgebereich nochmals erweitern.

Die Oblaten in Zwickau

P. Piotr Pasko ist seit 1993 bei den Oblaten und studierte Theologie in Obra. Seine Kaplansjahre verbrachte er in Breslau und in München. Von 2005 bis 2009 war er Pfarrer in Neukirchen (Bistum Fulda) und bis 2019 Pfarrer und Moderator des Pastoralverbundes in Schwalmstadt (ebenfalls Bistum Fulda).
P. Tadeusz Wdowczyk trat 2006 in das Noviziat der Oblaten ein und studierte ebenfalls in Obra. Einen Teil seiner Kaplanszeit verbrachte er schon in Zwickau, wo er somit kein Unbekannter ist. Zuletzt war er als Schulseelsorger am ordenseigenen Gymnasium in Burlo tätig.
P. Wladyslaw Poddebniak kam 1984 zu den polnischen Oblaten. Auch er absolvierte sein Theologiestudium in Obra. Seit Dezember 1997 ist er in Deutschland tätig und wirkte zuletzt im Oblatenkloster in Kronach, wo er in der Pfarr- und Krankenhausseelsorge tätig war. In Zwickau hat er unter anderem die Seelsorge für die Gefangenen in der JVA übernommen.


Oblatenkreuz

Die Geschichte der Oblaten in Zwickau und im Bistum

Mit der Wiedervereinigung 1990 wird seitens der Oblaten der Wunsch gehegt, wieder im Bistum Dresden-Meißen aktiv in der Gemeindeseelsorge mitzuwirken.
Die Oblaten wirkten auch zu DDR-Zeiten in unserem Bistum. Seit 1921 gab es eine Ordensniederlassung in Dresden und von 1924 bis 1984 oblag den Oblaten die Pfarrseelsorge für die Pfarrei St. Paulus in Dresden-Plauen. Mit dem Weggang von P. Reichmann als "Rentner" in das Bonifatiuskloster in Hünfeld endete jedoch im Jahr 1984 diese lange Tradition.
Aufgrund des Todes von Dekan Hoffmann (1990) bot Bischof Reinelt den Oblaten die Pfarrseelsorge für die vakante Pfarrei St. Johann Nepomuk Zwickau, die Pfarrvikarie Mülsen und Maria Königin des Friedens Kirchberg an.
Im Jahre 1991 kommt P. Lange nach Zwickau und übernimmt am 1. August die Pfarrvikarie "Mariä Verkündigung" in Mülsen, St. Jakob. Mit der Einweihung des Oblatenklosters in Zwickau, Schloßstr. 9 am 29. September durch Provinzial P. Heinz-Theo Stens werden durch Bischof Joachim Reinelt im selben Gottesdienst P. Otto zum Pfarrer von St. Johann Nepomuk und P. Lüning zum Pfarrer von Maria Friedenskönigin in Kirchberg ernannt.
Die Pfarreien, die Stadt Zwickau und die Region haben den Oblaten in dieser Nachwendezeit viel zu verdanken, sei es die Mitarbeit in Gremien, der Kauf einer neuen Orgel für St. Nepomuk oder die Übernahme und Eröffnung der katholischen, integrativen Kindertagesstätte St. Johann Nepomuk im Jahr 1992. Aus einer Initiative zweier Lehrer mit P. Lange entsteht 1994 das Peter-Breuer-Gymnasium, das zweite katholische Gymnasium der Diözese Dresden-Meißen und ein absolutes Novum für Zwickau und Westsachsen.
In den Jahren 1997 bis 1999 wurden in Mülsen und Kirchberg neue Kirchen und Gemeindehäuser errichtet oder umgebaut und geweiht, und 2006 erfolgt die Weihe des Pfarrzentrums manufaktur in St. Johann Nepomuk durch Bischof Reinelt.

A B E R, die Beziehungen zwischen der Gemeinde St. Johann Nepomuk und den Oblaten feierten im Jahr 2019 ihr Hunderjähriges!
Im November 1919 fand eine der ersten Volksmissionen der Oblaten in unserem Bistum in Zwickau St. Johann Nepomuk durch die Oblatenpatres Dillmann (+1950) und Ashauer (+1923) statt.
Der Gemeindechronist schreibt: "Eine Gnadenzeit von großem Werte erlebte die Gemeinde Zwickau vom 16. bis 23. Nov., als erstmals hier eine Volksmission abgehalten wurde, die von den Oblatenpatres aus Essen-Borbeck, P. Dillmann und P. Ashauer gepredigt wurde. Trotz Ungunst der Witterung waren die Predigten sehr gut besucht und es war die Kirche bei den besonderen Feiern überfüllt."
Die Oblatenchronik liefert noch ein paar weitere Daten:
Wörtlich heisst es: "In folge der Bahnsperre musste die für 14 Tage vorgesehene Mission auf 8 Tage beschränkt werden und P. Dillmann hatte die ersten Tage allein die Arbeit zu leisten." und "Trotz schneenassen Wetters kamen die Katholiken von stundenweit her zu den Vorträgen." In den 8 Tagen haben von 4.500 Katholiken in Zwickau und Umgebung 850 an der Mission teilgenommen, 1500 Kommunionen wurden gespendet, 26 Predigten gehalten und 10 Krankenbesuche getätigt. Haupterwerbszweig der Bevölkerung war der Bergbau.


Wer sind die Oblaten?

Die Patres gehören zur Gemeinschaft der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI - Oblati Mariae Immaculatae). Oblation bedeutet "darbringen" oder "weihen". Ein Oblate ist also jemand, der sich einem bestimmten Lebensziel und einer entsprechenden Lebensweise geweiht hat.
Die Mitteleuropäische Provinz - mit Deutschland, Tschechien und Österreich - wird von Hünfeld aus geleitet. In ihr leben und wirken ca. 150 Patres, Brüder und Studenten in 15 Klöstern.
Weltweit gehören der Gemeinschaft der Oblaten M.I. etwa 4300 Patres und Brüder in 67 Ländern an.

Was sind Oblatas und Assoziierte?

Die Vision des hl. Eugen von Mazenod, des Gründers der Oblaten, "Den Armen das Evangelium zu verkünden" haben sich auch die Oblatinnen, der weibliche Zweig der Gemeinschaft und die Assoziierten, die Laienbewegung der Oblaten, zu Herzen genommen. Als Teil der Oblatenfamilie versehen sie ihren Dienst: Zur Ehre Gottes, zum Heil der Menschen, im Auftrag der Kirche.
Die Oblatas www.oblatas.org wurden 1997 in Spanien gegründet. Auch in Deutschland (in Burlo) gibt es eine kleine Kommunität der Oblatinnen.
Eine andere Form am Leben und der Arbeit der Oblaten teilzunehmen, bietet die Gruppe der Assoziierten der Oblaten. Das sind Männer und Frauen, die sich vom Charisma des hl. Eugen von Mazenod und den Oblaten angesprochen fühlen. Assoziierte der Oblaten übernehmen Verantwortung in Familie und Gesellschaft und versuchen, in ihrem Lebensumfeld den Geist des heiligen Eugen weiterzugeben. Sie sind in lokalen Gruppen organisiert, werden von den Oblaten in der Spiritualität des Stifters und der Oblaten unterrichtet und begleitet und binden sich durch ein Versprechen an die Gemeinschaft. Sie unterstützen die Oblaten durch ihr Gebet und, wo es möglich ist, auch durch praktische Mithilfe.
Das Bistum Dresden-Meißen beherbergt eine kleine Gruppe von 11 Assoziierten und Interessierten in Zwickau und der sorbischen Oberlausitz. Neben P. Heinemann wird die "sächsisch-sorbische" Gruppe der Assoziierten seit kurzem auch von P. Poddebniak aus dem Zwickauer Oblatenkloster begleitet.




Wenn Sie mehr über die Gemeinschaft erfahren wollen, finden Sie weitere Informationen auf der Webseite der Mitteleuropäischen Provinz der Oblaten unter www.oblaten.org.

Weiterhin können Sie sich in der Missions- und Familienzeitschrift DER WEINBERG über die Missionsarbeit der Oblaten informieren. Zusätzlich bietet Ihnen DER WEINBERG monatlich Beiträge aus den Bereichen Familie und Gesellschaft, sowie für Kinder und Jugendliche.

¤ ¤ ¤

In der Gebetsgemeinschaft MARIANISCHER MISSIONSVEREIN (MMV) können Sie die Missionsarbeit durch Gebet und einen kleinen Jahresbeitrag unterstützen. Zusätzlich nehmen wir Meßstipendien für die Mission entgegen und leiten sie weiter.
(Kontakt für WEINBERG und MMV: 06131/3861-135)

¤ ¤ ¤

Den direkten Kontakt zu den Missionaren in aller Welt hält die MISSIONPROKUR DER OBLATEN. Wer Projekte oder einen einzelnen Missionar unterstützen möchte, findet hier den richtigen Ansprechpartner.
(Kontakt: 02861/94050, E-Mail: omi-missionshilfe@t-online.de)

¤ ¤ ¤

Alljährlich bietet die OBLATENWALLFAHRT Reisen nach Lourdes (Bahn/Flug), Fatima und Santiago de Compostela (Flug) an. Einzelpilger, Familien oder Gruppen sind herzlich willkommen.
(Kontakt: 06131/3861-138)

Weitere Informationen:
Verlag der Oblaten
Merkurweg 21, 55126 Mainz
Tel.: Tel.: 06131 38 61-135
EMail: verlag@oblaten.de
www.oblaten.org