St. Johann Nepomuk

Zur Geschichte unserer Pfarrei


Nach der Reformation gab es in Zwickau etwa 290 Jahre keinen katholischen Gottesdienst. Erst als im Schloß Osterstein, welches ab 1770 als Zuchthaus genutzt wurde, die katholischen Sträflinge Sachsens zusammengelegt wurden, bestimmte König Friedrich August I., daß in Zwickau ein katholischer Pfarrer angestellt wird.

Am 01.10.1820 konnte der königliche Kaplan Jacob Rink die erste kleine Kirche zu Ehren des Hl. Johannes Nepomuk, der u.a. auch "Helfer bei schuldloser Verdächtigung" ist, einweihen.

So verdankt unsere Pfarrgemeinde ihre Gründung den Sträflingen in der Strafanstalt Schloss Osterstein.

Kirchenfenster

Zur Ausstattung


Im Innern der Kirche ist der Hauptschmuck ein großes rundes und drei darunter stehende lange Fenster, in herrlichen Farben leuchtend. Sie sind ein Geschenk des Grafen Carl von Schönburg-Forder-Glauchau und seiner Gattin Sophie, geb. von Ursel und Hoboken.
Im Rundfenster thront Christus inmitten der Heiligsten Dreifaltigkeit als Weltenherrscher, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten.
In den Langfenstern ist Maria als die Immaculata (umbefleckt Empfangene) dargestellt. Zu ihren Seiten befinden sich der hl. Carl Borromäus und die hl. Sophie, die Namenspatrone der Stifter dieses Fensters.

Das große Wandkreuz mit geschnitztem Korpus und eine geschnitzte Madonna mit Kind sind Werke des Bildhauers A. Schweigert aus Wilkau-Haßlau.
Das Wandkreuz wurde mit dem Umbau 2014 an die Nordseite der Kirche versetzt und ist nun Teil des Kreuzwegs, welcher 1960 von Emil Pischel aus Ostritz geschaffen wurde.
Die Figur des hl. Johannes Nepomuk, unseres Pfarrpatrons, ist ein Geschenk von Bischof G. Schaffran an unsere Gemeinde. Der Bildschnitzer ist unbekannt.

Chorraum der Kirche Empore mit Orgel

Innenansichten der Kirche - Chorraum und Empore - zwischen 1989 und 2014.

1988 wurde die aus damaliger Sicht nicht mehr zu rettende Kreutzbach-Orgel abgebaut und erst im Jahre 1992 durch eine dreimanualige Orgel der Fa. Walcker aus Bremen-Lesum ersetzt.


Die im Jahre 2014 erfolgte Umgestaltung des Altarraumes mit nur noch zwei Stufen bringt eine neue Sicht. Neues Gestühl aus hellem Eschenholz, eine neue Luftheizung und der anthrazitfarbene Fußboden sowie die helle Ausmalung verleihen der Kirche ein frisches, und wie von vielen Seiten gehört, ein sehr gewinnendes Aussehen.
Lange wurde über einen Platz für den Taufstein nachgedacht. Er hat nun im Mittelgang vorn seine Position gefunden und kann bei Bedarf weggerückt werden.


Chorraum der Kirche Innenansicht
Empore mit Orgel ehemalige Ausmalung der Kirche
Mutter Gottes mit Kind Tabernakel

Innenansichten der Kirche - Altarraum, Empore mit Orgel, Ausschnitt der ehemaligen Ausmalung des Kirchenraums, Mutter Gottes mit Kind, Tabernakel mit Reliquie des hl. Johannes Nepomuk und ewigem Licht.


Figur des hl. Joseph

Unsere Pfarrei Heute


Unsere Pfarrgemeinde zählt heute etwa 1900 Gemeindemitglieder. Die Möglichkeit, aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen, bieten zahlreiche Kreise und Arbeitsgruppen.
Die katholische, integrative Kindertagesstätte "St. Johann Nepomuk" neben unserer Kirche, welche von 1992 bis 2013 in Trägerschaft der Gemeinde war (nun in Trägerschaft des Caritasverbandes des Dekanates Zwickau) und durch unsere Pfarrei weiterhin seelsorgerisch begleitet wird, und das christliche Peter-Breuer-Gymnasium auf unserem Pfarrgebiet, sind Zeichen einer aktiven Gemeindearbeit in und für unsere Heimatstadt Zwickau.
Auch unser katholisches Pfarrzentrum manufaktur, eine ehemalige Glühlampenfabrik, hat sich zum gern genutzten Treffpunkt, auch außerhalb der Gemeinde, entwickelt.

Seit 1991 wird unsere Pfarrei von der Ordensgemeinschaft der "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" (OMI) betreut.
Der hl. Eugen von Mazenod gründete im Jahre 1816 die Gemeinschaft der Oblaten, um den Armen (in der Provence, Südfrankreich) das Evangelium zu verkünden (Lk 4, 18).
Die Patres haben im Pfarrhaus ein Kloster gegründet und betreuen von hier aus auch die Pfarrgemeinde Kirchberg und stellen den Schulseelsorger für das Peter-Breuer-Gymnasium.
Heute sind die Oblaten in 67 Ländern der Erde im Zeichen des Kreuzes tätig.